04/07 2008
Nicht alle Pläne sind aufgegangen wie ausgedacht, da ich nun endlich nach langem bürokratischen Getue meinen Zivildienst antreten durfte.
Mittlerweile sind dabei einige Monate vergangen, und ich fühle mich beim Samariterbund in Wien schon fast wie ein Teil dieses großen Verbandes. Zeit und Geld bleibt einem dabei natürlich nicht, weshalb ich für Kunden zur Zeit nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehe.
Wirtschaftlich ist meine Situation momentan auch nicht einfach, denn ich hätte eigentlich ein Unternehmen durchzufüttern. Da sowas wie Arbeitslosigkeit in Österreich ja im Grunde gar nicht vorhanden ist und die Wirtschaft eh blüht, stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist einem gemeinnützigen Verband zum Hungerlohn zur Seite zu stehen und dabei seine Existenz aufs Spiel zu setzen, seitens des Zivildienstgesetzes natürlich nicht.
An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Fr. Brigitte Novotny von der Zivildienst Service Agentur, die so beispielslos den langen Arm des Gesetzes auf Kosten des Sozialen gnadenlos durchgesetzt hat, und es mir daher nicht ermöglichte, im angemessenen und mir rechtlich zustehenden Rahmen mein privates und wirtschaftliches Umfeld unter Dach und Fach zu bringen.
Ich wünsche Ihr hiermit einen baldigen Stellungs- bzw Berufswechseln.
Aber man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass einem in einem derart durchdachten System nicht auch mal Rechte gegönnt werden, wenn man seine Pflichten erfüllt. ...mal sehen wie das zB mit dem Recht auf Pension usw ist, aber das ist eine andere Geschichte über die man, sowie über viele andere Themen in Österreich, in der Öffentlichkeit ja nicht redet.
Zurück zum Samariterbund:
Meine Aufgabe ist zwar nicht das Auflesen von Verletzten, jedoch helfe ich mit den Mitteln die mir geläufig sind: Ich baue dort mit großer Freude eine Website nach der anderen. Das hilft dieser Organisation bei der Präsentation und Reichweite der humanitären Anliegen, und mir hilft es wenigstens im Bereich des Internets in Form zu bleiben.
Der Samariterbund Wien hat einige bemerkenswerte Projekte, die ich sehr schätze, und die in Sachen Internet eindeutig einer Ersten-Hilfe bedurften. Interessanterweise wurde schon kurz vor meines Zivildienstantrittes auf das freie Content Management System
TYPO3 gesetzt, weshalb das alles sehr gut gepasst hat.
Unter anderem entstanden hier im Laufe meines Zivildienstes bislang folgende Webprojekte:
Pflegekompetenzzentrum Stubenberg/Weppersdorf
Dafür wurden mehrere Erweiterungen für TYPO3 konzipiert und entwickelt. Einerseits um die Darstellung der Webprojekte einigermassen zu vereinheitlichen, und andererseits soll es in Zukunft für den Samariterbund ein leichtes sein, neue Projekte auf diesen Grundlagen schnell und kostengünstigst zu realisieren.
Etwas Zeit bis zum "Abrüsten" (ja, das heißt auch beim Zivildienst so) hab ich ja noch. Daher ist davon auszugehen, dass ich dieses Jahr noch sehr produktiv, und Dank meiner Zivildienstpflicht weit unter einem branchenüblichen Preis Internetprojekte mittels TYPO3 realisieren werde.
Meine beruflichen und privaten Pläne haben sich daher allerdings zeitlich um einiges verschoben...Ende dieses Jahres stehe ich aber wieder voll und ganz meinen Kunden und Projekten zur Verfügung.
schöne Grüße, Stephan (4.7.2008)